Reiseguide für Alicante – Warum du die Stadt lieben wirst

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„Liebe mich so, wie ich dich liebe. Alicante.“

Wow. So lautet der Slogan der Stadt und besser hätte ich es nicht in Worte fassen können. Genau das hat sie auch verdient. Alicante liegt mir sehr am Herzen. Nein – sie hat mich vielmehr mitten ins Herz getroffen!!
 

WARUM AUCH DU ALICANTE LIEBEN WIRST

Ich habe hier zwei Jahre während meines Masters verbracht und verbinde mit dieser Stadt so viele schöne Erlebnisse und vor allem Freundschaften, die bis heute halten, obwohl wir an den verschiedensten Orten auf der Welt leben. So viele unvergessliche, intensive, lehrreiche und lustige Erinnerungen, die ich an diese Zeit habe. Wir waren ein bunter Haufen aus 9 verschiedenen Ländern und ständig hatte ich das Gefühl, in mehrere Kulturen gleichzeitig einzutauchen. Eine unbeschreibliche Bereicherung!

Aber das ist nicht alles, was Alicante zu bieten hat! Sie vereint alles, was man sich von einer Stadt wünscht. Leckeres Essen, mediterranes Klima, wundervolle Strände, ein richtig gutes Nachtleben, spanische Tradition und Geschichte, viel Kultur und Menschen, die zu 100% hinter ihrer Stadt stehen. Ein liebenswerter Patriotismus, der ansteckt. Und – fast das Wichtigste, wenn man in eine neue Stadt kommt – Gastfreundschaft! Wir wurden vom ersten Tag mehr als herzlich von den Alicantinern aufgenommen.

Was diese Stadt für mich so besonders macht und warum du sie unbedingt kennenlernen solltest, habe ich dir hier einmal zusammengefasst.
 

1. Die Hogueras de San Juan

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Die Hogueras sind eigentlich schon Grund genug, um Alicante einen Besuch abzustatten. Für die Einheimischen ist es das wichtigste Fest im Jahr. Jedes Jahr um den 24. Juni herum herrscht hier tagelang Ausnahmezustand. Im positiven Sinn. Es wird Tag und Nacht gefeiert und gefühlt sind alle Alicantiner in dieses Volksfest involviert.

Warum? Weil hier die Sommersonnenwende gefeiert wird. Ich habe die Hogueras zweimal miterlebt und kann nur sagen: ein absolutes Highlight und vor allem einzigartig!

Hier ist wirklich für jeden was dabei. Für Jung und Alt. Für Familien. Für Pärchen. Für Freunde. Für Feierwütige und Gesellige. Für die, die die Tradition lieben.

Falls du es im Juni nicht herschaffen solltest, erfährst du im Fogueres Museum alles über die Geschichte des Festes. Hier sind außerdem die Sieger-Pappmachéfiguren der vergangenen Jahre ausgestellt.
 

Weitere Feste, die ich empfehlen kann:

Karneval im Februar
Das Fest der Mauren und Christen im März
Das Fest der Santa Faz in der Woche nach Ostern
 

2. Die Explanada

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Ohne Zweifel eines der wichtigsten Wahrzeichen Alicantes und bei Gästen genauso beliebt wie wie bei den Einheimischen selbst. Sie ist Flaniermeile und Treffpunkt zugleich. Wenn ich an die Explanada denke, habe ich Senioren vor Augen, die in Grüppchen auf Holzklappstühlen sitzen. Künstler, die am Rand der Promenade Bilder malen, Potraits zeichnen und mit denen du wunderbar ins Gespräch kommen kannst. Spielende Kinder mit einem Eis in der Hand. Leute in Badeklamotten auf dem Weg zum Stadtstrand el Postiguet. Es ist einfach ein Ort voller Leben! Der künstlerisch gestaltete Boden aus Millionen von Mosaiksteinen, der passend zum Meer Wellen nachempfunden ist und die vielen Palmen, die die Promenade säumen, setzen dem ganzen das I-Tüpfelchen auf. Also auch die Explanada: absolut empfehlenswert!

 

3. Das Castillo de Santa Barbara

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Von überall aus sichtbar ragt die Festung Santa Barbara auf dem Monte Benacantil in mehr als 160 Metern über der Stadt, die einst von den Mauren während ihrer Herrschaft in Spanien gebaut wurde. Was für imposante Festungen die Menschen damals errichten ließen, dass ich heute davor stehe und denke: Wow!

Von oben hat man mit Abstand den schönsten Blick auf die ganze Stadt. Der Aufstieg ist allerdings nicht ohne – keine Bergwanderung, aber auch kein Spaziergang. Ich kann aber versprechen, dass sich der Panoramablick über die Stadt, den Hafen und den Strand wirklich lohnt!

Oben angekommen kannst du die Burg auf eigene Faust erkunden, dich auf die Terrasse eines der Cafés setzen und über den kleinen Markt direkt am Burgeingang schlendern. Eine szenische Burgführung mit verkleideten Guides, die von Legenden erzählen, ist eine gute Möglichkeit, die jahrhundertelange Bedeutung des Castillos zu verstehen.

TIPP 1: Wenn es gar nicht geht, kannst du entweder mit dem Auto bis zum Parkplatz hochfahren bzw. dich mit dem Taxi bis oben zum Eingang der Burg bringen lassen oder den Aufzug nehmen. Den findest du an der Calle Jovellanos direkt gegenüber vom Stadtstrand. Die Auffahrt kostet 2,70 Euro pro Person. Mit Sicherheit eine der bequemsten Varianten, den Hügel hochzukommen!

TIPP 2: Bevor du mit dem Aufzug hochfährst, nimm dir Zeit und achte auf die Bergsilhouette. Erkennst du das Maurengesicht? Laut einer spanischen Legende sürtze sich die Tochter des maurischen Herrschers von der Burg, als sie einsah, dass sie Ali, den Mann, den sie liebte, nicht haben konnte. Daraufhin soll sich eine Felsformation in Form eines Arabergesichts gebildet haben, das sogenannte „cara del moro“.

 
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Wo? Zugang mit dem Auto über die Calle Vázquez de Mella (nördlich des Monte Benacantil) oder zu Fuß über das Altstadtviertel Barrio de la Santa Cruz durch den Parque de Ereta.

Wann? Täglich ab 10.00 Uhr geöffnet. Im Sommer bis 24 Uhr, im Frühling und Herbst bis 22 Uhr, im Winter bis 20.00 Uhr geöffnet.

Mehr Infos >>> hier <<<

Die Burg Santa Barbara ist übrigens nicht die einzige Festung in Alicante. Vom Castillo de San Fernando auf dem Hügel Monte Tossal hat man den besten Blick auf das Castillo de Santa Barbara. Der Park eignet sich außerdem gut zum Picknicken!

Wo? Calle del Escultor Bañuls

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4. Das Viertel Barrio de Santa Cruz

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Das vielleicht authentischte Viertel der ganzen Stadt: die Altstadt. Tagsüber kannst du dich hier wunderbar in den kleinen Gassen verlaufen und, wenn du willst, von hier bis hoch zur Festung laufen. Die Hausfassaden sind bunt gestrichen und an den Balkonen hängen üppig bepflanzte Blumentöpfe. Nachts verwandelt sich das „Barrio“, wie es die Alicantiner nennen, in ein lebhaftes Viertel zum Feiern, Tanzen und Spaß haben.
 

5. Das Nachtleben in „el barrio“

Hier findest du Locations, hinter deren Türen du tagsüber nicht mal eine Bar erwarten würdest. Die ganze Altstadt ist voll mit Pubs und Tanzbars, die hier echt Tür an Tür liegen. Du kannst also quasi von einer Bar in die nächste stolpern. Und das Schönste: du zahlst nirgendwo Eintritt. Feiern können die Spanier einfach!

TIPP: wenn die Bars im Barrio gegen 5 ihre Türen schließen, ist die Nacht noch lange nicht zuende. Weiter geht’s am Hafen, bis es hell wird!

 

Meine Lieblingsbars:

Anstatt dir unzählige Bars aufzuzählen, empfehle ich dir, dich treiben zu lassen und mehrere Bars in den Straßen Calle Labradores, Calle San Isidro, Plaza de San Cristóbal, Calle San Nicolás und Umgebung auszuprobieren. Ich bin mir sicher, es ist die richtige für dich dabei!
 

6. Der Mercado Central

 
Märkte gehen immer, oder? Vor allem dieser, dessen Gebäude mit Jugendstilelementen schon so schön ist, dass ich mich hier gerne aufhalte. Den Alicantinern geht es übrigens genauso. Der Mercado Central ist der Haupttreffpunkt der Stadt. Egal, was man vorhat, man trifft sich immer an den Treppen vor dem Markt. Und da hier ja meistens eh keiner pünktlich ist, kannst du dich getrost auf die Treppenstufen setzen und solange die vorbeilaufenden Leute beobachten.

Ich habe in dem Haus direkt neben der Markthalle gewohnt und die Atmosphäre hier morgens geliebt, wenn die Lieferanten Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst teilweise einzeln auf ihren Sackkarren in den Markt schoben.

Du bekommst hier zwar nicht die günstigsten, aber die besten spanischen Lebensmittel der Stadt, also ein Muss, hier einmal durchgeschlendert zu sein!

Wo? Avenida Alfonso X el Sabio 10
Wann? Täglich von 7.30 – 14.30 Uhr geöffnet. Sonntags geschlossen.
 

7. Der Hafen

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Der Hafen von Alicante ist einer der größten Häfen an der Costa Blanca. Von oben ein traumhafter Anblick, von unten der perfekte Ort zum Joggen, Spazierengehen und zum Bestaunen der im Hafen liegenden Yachten.

Wie ich oben schon erwähnt habe, wird der Hafen nachts zu einer Top-Partylocation mit Restaurants, Pubs, Tanzbars und Karaokebars.
 
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Im Oktober 2017 findet hier zum 2. Mal das Volvo Ocean Race statt, eine internationale Segelregatta. Alicante ist der Starthafen, bevor es u.a. nach Lissabon, Kapstadt, und Hong Kong geht.
 

8. Die Stierkampfarena in Alicante

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Von vielen kritisch beäugt und trotzdem ein wichtiger Teil der spanischen Kultur: die Plaza de Toros. Stierkämpfe fanden hier seit der Eröffnung immer nur zu feierlichen Anlässen statt. Heute sogar nur noch einmal jährlich während der Hogueras im Juni. Die Plaza de Toros beherbergt auch ein Museum, in dem du alles über die Tradition und die bekannten spanischen Toreros erfährst. Der Eintritt ist frei.

Wo? Plaza de España 7

Wann? Museum ganzjährig geöffnet: Di – Fr 10.30 – 13.30 Uhr. Sa 10.30 -13.30 Uhr. Sonntags, montags und an Feiertagen geschlossen.
Okt. – Juni: 17.00 – 20.00 Uhr, Juni – Sep.: 18.00 – 21.00 Uhr.
 

9. Die Strände in Alicante

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Nicht der ruhigste Strand, aber punkten kann er mit seiner Breite und seinem feinen Sand. Hier findest du Cafés, einen Parkplatz und sogar öffentliche Toiletten. Die Strandpromenade eignet sich – am Besten abends oder morgens – zum Joggen oder auch Spazierengehen.

PLAYA SAN JUAN

Wenn du es ruhiger magst, dann empfehle ich dir den Playa San Juan ca. 9 km von Alicante Stadt entfernt. Er erstreckt sich über 3 km und ist einer der beliebtesten Strände an der Costa Blanca. Mit der Tram vom Mercado Central aus (Linie 3 und 4) oder dem Bus (Linie 21 und 22) erreichst du den Strand in 30 min. Ich war gerne hier und kann nur sagen: der Fahrtweg zahlt sich aus!
 

10. Paella und Turrón

Was die wenigsten wissen: Paella kommt ursprünglich aus der Region Valencia, zu der auch Alicante gehört. Eine authentischere Paella als hier, wirst du nicht bekommen! Du bist hier also genau richtig!

Es gibt verschiedene Arten, Paella zuzubereiten. Je nachdem, wo du in der Region unterwegs bist, variieren die Zutaten. In Santa Pola südlich von Alicante zum Beispiel zählt die Paella mit Kaninchen und Schnecken zur typischten Art, in Alicante ist es die Meeresfrüchte-Paella.
 
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Eine weitere alicantinische Spezialität ist der Turrón: eine edle Süßspeise aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiweiß, die vor allem in der Weihnachtszeit höchstbeliebt ist. Sie wird im Hinterland im Dörfchen Jijona (valencianisch: Xixona), noch heute traditionell hergestellt. Unbedingt probieren! Gibt es auch in ganz gewöhnlichen Supermärkten zu kaufen.

Beste Marken: el Almendro und Antiu Xixona
 

11. Nützliche Infos

APPS

TRANSPORT

Alicante ist bestens angebunden. Hier findest du Infos zum Flughafentransfer und zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Fernbusverbindungen findest du bei alsa.es und Zugverbindungen unter renfe.es.

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