Der erste Schritt in meine Unabhängigkeit 

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40 Stunden im Büro auf einem Fleck sitzen und das für den Rest meines Lebens? Nicht besonders rosige Aussichten, dachte ich mir schon damals kurz vor meinem Abschluss an der Uni. Ich probierte es trotzdem aus und ergriff nach einem Jahr bei einem großen Reiseveranstalter schlagartig die Flucht. Nie wieder! Ich wünschte mir mehr Flexibilität. In jeglicher Hinsicht. Die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, nicht jeden Urlaubstag abzählen zu müssen und mir meine Zeit einfach freier einteilen zu können. Allerdings scheiterte mein erster Versuch, unabhängiger zu arbeiten, schon nach ein paar Monaten. Ich nahm doch wieder einen Vollzeitjob an, versuchte mich zusammenzureißen und war ganz zufrieden. Eben! NUR ganz zufrieden. Bis die Bombe irgendwann wieder platzte. Dass mich der neue Job auch nicht glücklich machen würde, war zwar vorauszusehen, mir war es aber vor anderthalb Jahren noch nicht so bewusst, wie es mir jetzt ist.

Manchmal braucht man einen kleinen Anstoß

Diesen kleinen letzten Schubs, den man manchmal braucht, damit man das umsetzt, wovon man in Gedanken schon überzeugt ist und man sich nur noch nicht wagt, es wirklich zu tun… Diesen Schubs gab mir mein lieber Freund Lalo von Ekos Oshi. Vielleicht unbewusst, vielleicht aber hatte er im Gefühl, dass ich genau in diesem Moment so einen Anstoß brauchte. Eigentlich machte er nichts weiter, als mich zu fragen, ob ich glücklich bin, mit dem was ich im Leben tue. Ob ich das verfolge, was ich wirklich will. Aber das reichte schon. Meine Antwort war eindeutig: Nein! Und das schockte mich für einen Augenblick.

Denn ich wollte doch vor allem eins: meiner Reisesehnsucht nachgehen, wann immer mir danach war. Ich wollte einfach freier sein. Einer Arbeit nachgehen, die gleichzeitig meine Leidenschaft ist. Nicht tagtäglich auf der Arbeit gestresst und gefrustet Deadlines hinterherjagen, die vorgestern abgelaufen sind und die man dann doch nicht einhalten kann.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt, etwas zu verändern. Du musst nur einen Anfang machen, der Rest fügt sich von alleine. Ich denke nicht, dass es ein leichter Weg ist, aber ein Anfang ist meist der erste Schritt, Träumen nicht nur nachzuhängen, sondern sie tatsächlich zu verwirklichen.

Der Freund, von dem ich euch erzählt habe, fragte mich später: „Was wäre, wenn du am letzten Tag deinen Lebens plötzlich den Menschen kennenlernen würdest, der du gern gewesen wärst?“ …der das macht, wovon du immer geträumt hast; der glücklich ist, weil er nicht das tut, was andere von ihm erwarten oder für vernünftig halten, sondern der auf sein Gefühl hört.

 

Ich brauchte ein bisschen Zeit, um mich und meine Gedanken zu ordnen und mir einzugestehen, dass ich oft nicht das tue, was mich glücklich macht. Es dauerte noch ein gutes halbes Jahr, bis ich endlich auf der Arbeit verkündete, dass ich gehe. Noch nie habe ich so eine Erleichterung verspürt, wie an diesem Tag. Je länger ich mein Gehen hinauszögerte, desto bewusster wurde mir, dass ich auf der Stelle trete. Dass ich „auf Sparflamme“ lebe, obwohl ich doch nur so vor Energie sprühe. Es war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe und bisher habe ich sie keinen Tag bereut.

So kam es, dass mein Freund und ich derzeit eine gemeinsame Weltreise planen. Der Abreisetag steht noch nicht fest, aber so viel kann ich schonmal sagen: Nächstes Jahr geht es los! Ihr könnt gespannt sein 😉

Übrigens: die kleine Weisheit meines guten Freundes Lalo hängt mittlerweile an meiner Wohnungstür. Jeden Tag, wenn ich das Haus verlasse, werde ich daran erinnert, dass der Mensch, der ich bin, mit Sicherheit der sein wird, der seinem Herzen folgt und das tut, was ihn glücklich macht. Zumindest komme ich diesem Ziel jeden Tag ein bisschen näher.

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