6 Tipps, wie du auf Reisen Einheimische kennenlernst

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Die schönsten Erinnerungen einer Reise haben wir doch dank wertvoller Begegnungen mit Menschen. Zu erfahren, wie die lokale Bevölkerung lebt und was sie tagtäglich bewegt. Doch in fremde Kulturen einzutauchen und sie auf authentische Weise kennenzulernen, ist oft leichter gesagt als getan.

Denn wie sprichst du Einheimische an? Wann ist der richtige Zeitpunkt und wo triffst du Menschen, die auch an Kontakt mit dir interessiert sind?

Hier ein paar meiner Tipps und Strategien, mit denen du die Hemmschwelle überwinden kannst, offen auf Einheimische zuzugehen und sie näher kennenzulernen.

 

1. Reise entschleunigt

Slow Travel ist nicht nur ein Modewort. Dass es sich lohnt, langsam zu reisen, habe ich auf meiner Reise nach Hong Kong selbst erleben dürfen. Je länger du an einem Ort bist, umso höher ist die Chance, in eine Kultur einzutauchen.

Warum das so ist?

Beziehungen aufzubauen braucht Zeit.

Du gehst nicht nur aufmerksamer durch die Straßen und nimmst Dinge und Menschen wahr, die dir im Vorbeihetzen nicht auffallen würden, weil du auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit bist.

Nein, du gibst auch anderen Menschen die Chance, auf dich zuzugehen. Selbst, wenn du nur zwei Wochen an einem Ort verbringst, weil deine Reisezeit begrenzt ist: in deinem Stammcafé in dieser Zeit oder auf deinem Lieblingsplatz lernst du auf diese Weise viel schneller Einheimische kennen.

 

2. Lerne die Landessprache

Damit ist jetzt nicht gemeint, dass du die Sprache jedes Landes beherrschen sollst. Es ist aber hilfreich, sich ein paar Wörter anzueignen. Ich mache das oft auch erst vor Ort und frage Einheimische, wie man sich zum Beispiel begrüßt oder bedankt. Als Nebeneffekt kommst du dann mit dem Verkäufer auf dem Markt oder Restaurantbesitzer ganz automatisch ins Gespräch. Das ein oder andere Mal habe ich sogar einen handgeschriebenen Zettel mit den wichtigsten Wörtern bekommen, weil sich die Locals einfach darüber gefreut haben, dass ich mich für ihre Sprache interessiere.

Warum das so wichtig ist?

Sprache baut Vertrauen auf und öffnet somit oft die Türen zu den Menschen.

Nelson Mandela hat mal gesagt: „Sprichst du mit jemandem in einer Sprache, die er versteht, erreichst du damit seinen Verstand. Sprichst du mit jemandem in seiner Muttersprache, erreichst du sein Herz.“

Und genauso ist es!

Wenn du dich bemühst, die Sprache eines anderen Menschen zu sprechen, selbst wenn es nur ein paar Wörter oder Sätze sind, zeigst du ihm indirekt, dass du neben deiner eigenen Kultur die des anderen wahrnimmst und akzeptierst. Vor allem aber bringst du ihm Respekt und Wertschätzung entgegen.

Probier es mal aus! Du wirst sehen, welchen Effekt es hat, ein paar grundlegende Redewendungen zu kennen!

 

 

 

 

3. Lege deine Skepsis ab

Es ist nichts dagegen einzuwenden, auf Reisen einen gesunden Menschenverstand an den Tag zu legen. Achte darauf, dass du nicht ausgeraubt wirst, dir nichts geklaut wird oder du über den Tisch gezogen wirst. Auch, wenn du mit einer Person schlechte Erfahrungen gemacht hast, gib dem Rest der lokalen Bevölkerung eine Chance!

                    

Denn zu große Skepsis gegenüber anderen Kulturen verbaut dir die Möglichkeit, die Menschen vor Ort näher kennenzulernen.

Sei stattdessen lieber offen und bringe den Menschen Vertrauen entgegen. Nimm auch ruhig mal spontane Einladungen von Einheimischen an.

Ich erinnere mich an zwei Abende in Kuba, an denen ich bei ein paar Dosen Bier unglaubliche Gespräche mit zwei Kubanern über die Regierung und ihr Leben auf der Insel hatte, die ich nicht missen möchte. Oder an einen Abend in Hong Kong, an dem ich mit zwei Chinesen in der 10. Etage ihres Apartments über das Leben und die Unterschiede zwischen unseren Kulturen philosophiert habe. Offenheit ist der Schlüssel zu Vertrauen.

 

 

4. Vermeide ausgetretene Pfade und die Hauptsaison

In Hochzeiten, wenn alle Unterkünfte ausgebucht sind und die Highlights des Landes überfüllt sind, fällst du neben anderen Reisenden weniger auf. Reist du stattdessen in der Nebensaison, steigt die Chance, mit lokalen Einwohnern in Kontakt zu kommen. In Sri Lanka beispielsweise haben wir spontan eine weitere Nacht in unserer Unterkunft verbracht, mit dem Gastvater zusammen auf der Terrasse gesessen und viel über ihn, seine Familie und die Umgebung erfahren. In der Hauptsaison wäre das ohne Reservierung so spontan nicht möglich gewesen.

Dasselbe gilt für ausgetretene Touristenpfade. Das bedeutet nicht, dass du Attraktionen nicht besuchen sollst. Finde vielmehr eine Mischung aus vielbesuchten Plätzen und abgelegenen Orten. Und wer weiß, welche interessante Begegnung du im nächsten Dorf machst?

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5. Nutze alternative Übernachtungsmöglichkeiten

Bestimmt keine Neuigkeit für dich und trotzdem möchte ich dir diesen Tipp nochmal ans Herz legen. Denn wo bekommst du mehr familiäre Atmosphäre und exklusive Reisetipps geboten, als zuhause bei einem lokalen Gastgeber?

Die casas particulares in Kuba, die Gastfamilien, die uns in Vietnam und Sri Lanka aufgenommen haben oder die Couchsurfing-Tage damals in Berlin, bevor ich hier gewohnt habe: an jeden einzelnen Aufenthalt habe ich wundervolle Erinnerungen, die mir kein Hotel dieser Welt hätte bieten können. Wenn du Glück hast und dich gut mit deinen Gastgebern verstehst, führen sie dich vielleicht sogar in ihrer Stadt herum und zeigen dir ihre Lieblingsorte.

 

6. Mache Unternehmungen alleine

Auch wenn du nicht als Soloreisender unterwegs bist, empfehle ich dir, die ein oder andere Unternehmung alleine zu machen.

Warum?

Weil du in erster Linie natürlich eher angesprochen wirst, wenn du nicht im Duo oder in einer Gruppe unterwegs bist. Dazu kommt, dass du dich so selbst zwingst, andere Leute anzusprechen. Denn vereinsamen möchtest du ja schließlich auch nicht. Erkunde beispielsweise das lokale Nachtleben und du wirst sehen, wie schnell du mit Locals ins Gespräch kommst!

 

ZUM ABSCHLUSS EINE KLEINE CHALLENGE GEFÄLLIG?

Fordere dich selbst heraus und lerne auf deiner nächsten Reise Locals leichter kennen!
Verbringe eine unvergessliche Zeit mit Einheimischen
und fahre mit deiner persönlichen Geschichte nach Hause!

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Liebst du es auch, dich mit der lokalen Bevölkerung auszutauschen oder sind dadurch bei dir sogar Freundschaften entstanden?

Erzähl mir von deinen Erfahrungen in den Kommentaren! Ich freue mich, deine Geschichte zu hören!

4 Comments

  • Liebe Christina, ein super schöner Artikel mit ganz wertvollen Tipps! Ich werde vor allem die alternativen Übernachtungsmöglichkeiten auf meiner nächsten Reise ganz sicher ausprobieren – danke! 🙂

  • Hi,

    du hast völlig Recht, wenn man in einem Land nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt, hat man das Land zwar gesehen, aber erlebt hat man es nicht. Auch für mich zählen die Kontakte mit den Locals irgendwie immer zu den Highlights wenn ich unterwegs bin. Diese fallen auch oft sehr unterschiedlich aus. Mal sind sie superlustig, mal machen sie einen nachdenklich. Aber immer eröffnen sie mir einen neuen Blickwinkel.

    Viele Grüße,

    Tim (von „Ich konnte den Hund noch nie leiden“)

    P.S.: Ich werde den Artikel auch mal auf facebook teilen, nicht erschrecken ;-).

    • Christina

      Lieber Tim,

      danke für deine Nachricht! Das kenne ich auch, dass mich Begegnungen unterwegs oft zum Denken anregen! Und wie du schon sagst: es gibt dir einen ganz neuen Blick auf die Dinge.

      Wow! Na klar, du kannst den Artikel sehr gern teilen, ich freue mich da riesig drüber! 😊

      Liebe Grüße
      Christina

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