Berlin am Wasser: 5 Geheimtipps für einen entspannten Feierabend

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Ich bin absolut begeistert! So hab ich mir Berlin, bevor ich hierher gezogen bin, nicht vorgestellt. Seit drei Jahren wohne ich jetzt hier und doch werde ich von dieser Stadt einfach immer wieder aufs Neue überrascht.

Mein Freund und ich nehmen uns neuerdings immer häufiger Zeit, abends noch eine Runde mit dem Rad zu drehen und die Gegend zu erkunden. Der Sommer muss schließlich genossen werden! Manchmal lasse ich mir von einem gebürtigen Berliner natürlich auch gern neue Orte zeigen. Und ich als Wasserratte und Meerliebende natürlich am liebsten, wenn ich weiß: es geht ans Wasser!

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1. Die Halbinsel Stralau

Gleich hinterm Ostkreuz biegen wir rechts in die Kynaststraße ein, kämpfen uns kurz den Hügel hoch und dann geht`s links auf einen kleinen Schotterweg, um nicht direkt an der Straße weiterradeln zu müssen. Wir sind zwar erst ein paar Hundert Meter gefahren, aber schon hier erinnert nichts mehr an das trubelige Friedrichshain. Plötzlich herrscht um uns herum Ruhe, Spaziergänger mit ihren Hunden kommen uns entgegen, andere Radfahrer und Leute, die mit einem Feierabendbier entspannt der Abendsonne entgegenlaufen.Ich bin völlig fasziniert davon, dass ich hier auf dem Weg zum Treptower Park schon gefühlte 1000 Mal vorbeigefahren bin, ohne die Stralauer Halbinsel eines Blickes zu würdigen.

 

Wir radeln weiter und erreichen endlich den Rummelsburger See. Im Grunde ist es ja „nur“ die Spree, auf die wir da gerade blicken, aber ich bin am Wasser und das reicht mir, um glücklich zu sein.

Wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es fängt gerade an, zu dämmern und die Abendsonne taucht alles um uns herum in ein warmes, angenehmes Licht. Der perfekte Moment, um kurz innezuhalten. Ich vergesse den stressigen Tag und freue mich über den kleinen Abstecher in die Nachbarschaft!

Kynaststraße, 10317 Berlin – zwischen Ostkreuz und Treptower Park. Mehr Infos…

 2. Hafenküche an der Rummelsburger Bucht

Auf der anderen Seite der Rummelsburger Bucht befindet sich unweit vom Sisyphos Club direkt am Ufer die Hafenküche. Ein idyllisches Plätzchen am Wasser, bei dem man bei einem kühlen Feierabendbier im angeschlossenen Biergarten Hafenkante mit Blick auf den Hafen schnell mal vergessen kann, dass man in Berlin ist. Die Location ist nicht nur auf dem Landweg zu erreichen, sondern man kann hier sogar mit dem Boot anlegen. Wer keins hat, kann sich bei einem der Bootsverleihe in der Nähe einfach eins mieten, z.B. bei Spreeboote.

Gut gestärkt setzen wir uns wieder auf unsere Fahrräder und radeln am Uferweg entlang, der über die Halbinsel Stralau bis hin zum Treptower Park führt. Auf dem Weg entdecken wir eine Boulderhalle und landen schließlich in einer sanierten Wohnsiedlung. Würde man es nicht wissen, würde man denken, es handelt sich hier um renovierte, zu Wohnungen umgebaute Fabrikgebäude. Aber nein. Wir stehen mitten auf dem Gelände eines der größten Gefängnisse zu DDR-Zeiten. Verrückt, dass sich gerade so ein Bezirk zu einem beliebten Wohngebiet entwickelt hat, oder?

Zur alten Flussbadeanstalt 5, 10317 Berlin-Lichtenberg. Mehr erfahren…

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3. Die Spree Arche

Das freischwimmende Blockhaus Restaurant, wie es sich selbst nennt, hat seinen Platz mitten auf der Berliner Müggelspree, kurz vor der Mündung des Müggelsees. Das Besondere an ihr: man kommt nur auf dem Wasserweg an Bord. Entweder ist man selbst mit einem Boot unterwegs oder man lässt sich vom hauseigenen Holzfloß abholen, das zwischen Ufersteg und Hausboot seine Gäste kostenlos hin- und herfährt. Und zwar im 15-Minutentakt. Das gehört zum Service des Hauses.

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An Bord angekommen, haben wir in beide Richtungen einen wunderbaren Blick auf den Fluss. Da gibt es wohl nichts, was den Feierabend besser einläuten könnte, als ein gemütliches Abendessen auf der Dachterrasse. Hier wird zwar kein lokaler Fisch aufgetischt, dafür wird er aber in der hauseigenen Räucherei geräuchert. Sehr lecker!

Müggelschlößchenweg 0, 12559 Berlin Friedrichshagen. Mehr Infos hier..

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4. Die Insel der Jugend

Als wir über die Abteibrücke auf das Torhaus im Fachwerkhausstil zugehen, das den Eingang der Insel der Jugend bildet, fühle ich mich wie in einem kleinen Feriendorf. Die Insel liegt genau zwischen Plänterwald und Treptower Park  und ist ein weiteres ruhiges Fleckchen Berlins, das ich euch wärmstens empfehlen kann. Hier kann man sich im Sommer ein Kanu ausleihen, gemütlich im Biergarten sitzen oder im Liegestuhl Filme im Freiluftkino genießen. Im Inselgarten finden auf einer kleinen Bühne regelmäßig Konzerte, Stand up Comedy und Poetry Slam unter freiem Himmel statt.

Wir allerdings entscheiden uns für einen kleinen Spaziergang quer über die Insel, setzen uns dann ans Ufer und schauen nebeneinander in die Ferne. Denn das ist neben all den Veranstaltungen und Angeboten das, was ich am Liebsten mache. Den Enten dabei zusehen, wie sie mit ihren Familien über die Spree paddeln, Booten hinterherschauen, die an uns vorbeiziehen. Die Sonne untergehen sehen.

Insel Berlin, Alt-Treptow 6,  12435 Berlin. Mehr erfahren…

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5. Die Modersohnbrücke

Wer in den Abendstunden eher auf urbanes Feeling und industriellen Charme statt Wasser und Natur steht, der ist auf der Modersohnbrücke genau richtig. Den Sonnenuntergang auf der Brücke bei einem Bier vom Späti zu genießen, ist bei den Friedrichshainern noch immer sehr beliebt, wenn es für mich auch im ersten Moment etwas befremdlich klingt. Denn warum sollte man sich auf die Stahlträger einer Eisenbahnbrücke setzen und auf Bahngleise starren, während Züge und S-Bahnen unter einem durchrauschen? Im zweiten Moment wird mir aber klar, was es mit dieser Brücke auf sich hat. Anders, als ihre große Schwester Warschauer Brücke, liegt die Modersohnbrücke in ruhigerer Lage und man hat eine völlig freie Sicht auf die Berliner Skyline inklusive Fernsehturm. Ein Ort zum Nachdenken, philosophieren und entspannen. Hier lassen sich einfach die schönsten Sonnenuntergänge beobachten!

Modersohnstraße, 10245 Berlin

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Also schwingt euch doch auch mal wieder aufs Rad – oder falls ihr zu Besuch in Berlin seid: Fahrräder werden mittlerweile für 10 Euro pro Tag an fast jeder Ecke vermietet – sogar der ein oder andere Späti verleiht mittlerweile Räder. Es lohnt sich!

Noch ein paar mehr Insidertipps für Berlin gefällig? Jenny und Sebastian von 22places zeigen euch tolle Orte und die besten Tricks zum Fotografieren: https://www.22places.de/7-locations-in-friedrichshain/