Meine 14 Lieblingserlebnisse auf meiner Reise in Sri Lanka

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Was mir in drei Wochen Sri Lanka am Besten gefallen hat? Das wurde ich nach meiner Reise im März von mehreren gefragt, konnte aber die Frage nicht mit einem Satz beantworten, denn für mich gab es nicht „das eine“ Highlight. Die Insel hat, so klein sie auch ist, so viel zu bieten und hat mich mit ihrer Vielseitigkeit wirklich verzaubert! Das einzige, was ich sicher sagen kann ist, dass ich ohne zu zögern länger geblieben wäre. Deshalb habe ich mir mal Gedanken gemacht und dir meine Favoriten zusammengestellt:

 

1. Eine Teeplantage besuchen und Ceylontee trinken

Wenn nicht hier, wo dann? Das ehemalige Ceylon hat schließlich eine der besten Klimabedingungen zum Anbau von Tee, was auch die Engländer im 19. Jahrhundert erkannten und nicht umsonst hier ihren Tee anbauen und exportieren ließen. Wusstest du übrigens, dass schwarzer und grüner Tee aus ein und derselben Pflanze gewonnen wird? Nein? Ich auch nicht. Deshalb kann ich dir eine kurze Führung für 2-3 € mit anschließender Verkostung durch eine der zahlreichen Teeplantagen und -fabriken wirklich empfehlen. Natürlich bekommst du frischen Schwarz- oder Grüntee auch in jedem Restaurant und Café.

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2. Meeresschildkröten beim Eierablegen in Rekawa beobachten

Wenn ich es mir recht überlege, sind es Naturschauspiele, die mich auf dieser Welt am meisten faszinieren. So kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus, als wir eines Abends an der Südküste Sri Lankas in Rekawa eine Riesenschildkröte dabei beobachten durften, wie sie sich aus dem Meer auf einen Hügel am Strand robbte, um dort eine Sandhöhle für ihre Eier zu graben. Es dauerte bestimmt 15-20 Minuten – dann schlich sie in kleinen Schritten langsam Richtung Meer zurück, bis sie irgendwann von den Wellen weggetragen wurde.

Das Turtle Conservation Project „Turtle Watch“ hat sich an diesem Strandabschnitt in Rekawa zur Aufgabe gemacht, der Natur ihren freien Lauf zu lassen und die Nester der Meeresschildkröten vor menschlichen Eingriffen zu schützen. Da er nur ca. 7 km von Tangalle entfernt liegt, kannst du dich für ein paar Rupie von einem Tuk Tuk hinfahren lassen. Am besten zwischen 20 und 24 Uhr, wenn es dunkel ist. Schade ist allerdings, dass die Guides des Projekts sehr große Gruppen zum Strand lassen und oft nicht überblicken können, ob schaulustige Besucher den Schildkröten zu nahe kommen oder sie durch Taschenlampen oder Fotos mit Blitz stören.

Wenn du das Projekt kritisch siehst, kannst du das Schauspiel mit ganz viel Glück natürlich spätabends auch an ungeschützten Stränden beobachten.

 

3. Der Sternenhimmel in Rekawa

Während der Schildkrötenbeobachtung wusste ich manchmal gar nicht, wo ich hingucken sollte: so einen klaren, hellen, irgendwie mächtigen Sternenhimmel wie diesen habe ich in meinen Leben noch nicht gesehen! Die Milchstraße klar und deutlich erkennbar, die Dichte der Sterne, Sternenbilder, die ich bisher nicht kannte… Ein atemberaubendes Erlebnis!

 

4. Tuk Tuk fahren

Jede noch so kurze Fahrt in einem Tuk Tuk ist ein großer Spaß! Der Fahrtwind bläst dir um die Ohren, mit den Fahrern kann man oft ein nettes Pläuschchen halten und manchmal drehen sie ihre selbst eingebauten Boxen so laut auf, dass du eigentlich nur noch mitsingen kannst. Auf einer Fahrt haben wir einen richtigen Glücksgriff gelandet und einen Tourguide erwischt, der uns zwei Tage lang in Anuradhapura, einer der Königsstädte in der nördlichen Zentralprovinz, begleitet hat. Lalith hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und uns am Ende in die nächste Stadt Dambulla gebracht.

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5. Selbst am Steuer eines Tuk Tuks sitzen

Noch mehr Spaß, als hinten in einem Tuk Tuk mitzufahren, macht es natürlich, selbst einmal der Fahrer zu sein.

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6. Surfen lernen

Für umgerechnet 10-15 € kannst du in einem der Küstenorte einen Anfängerkurs (ich habe den Kurs in Hikkaduwa gemacht) mit einem privaten Surflehrer machen. Die zwei Stunden vergehen wie im Flug und es ist einfach ein tolles Gefühl, auf dem Brett stehen zu können und die ersten Wellen bis zum Strand zu reiten. Absolut empfehlenswert!

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Wenn du schon surfen kannst, kannst du dir für 4-10 € pro Stunde auch ein Surfbrett leihen und auf eigene Faust losziehen.

 

7. Aus einer Königskokosnuss trinken

Sri Lanka hat zwei Arten von Kokosnüssen: die essbare Kokosnuss und die Trinkkokosnuss, die sogenannte King Coconut. Sie schmeckt süßlich, soll sogar gesund sein und ist die beste Erfrischung für zwischendurch!

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8. Eine Safari machen

Vielleicht nichts gegen Afrika, aber für mich ein absolut zauberhaftes Erlebnis. Selbst wenn es nicht deine erste Safari ist, wie es bei mir der Fall war, kann ich dir eine Safaritour nur empfehlen. Oft kannst du die Touren direkt in deinem Hostel oder Gasthaus buchen. Einen zusätzlichen Guide brauchst du im Grunde nicht, weil die Jeepfahrer selbst viel Erfahrung haben und untereinander so vernetzt sind, dass sie den Guide ersetzen und sich sogar gegenseitig informieren, wenn sie ein Tier entdeckt haben. Wir haben uns für Udawalawe entschieden. Neben dem populären Yala Nationalpark ist er einer der größten Parks auf der Insel. Am meisten lohnt sich eine Tour früh morgens (zwischen 6 und 7 Uhr) oder nachmittags (ab 14 Uhr), da man dann die meisten Tiere zu Gesicht bekommt. Wenn du die Tour in deiner Unterkunft buchst, wirst du von deinem Jeepfahrer sogar abgeholt und brauchst, außer dich zu freuen, nichts mehr zu tun.

Ich bin mir sicher, wenn du die erste Elefantenfamilie im Gebüsch fressen oder eine Herde Wasserbüffel im See schwimmen siehst, geht dir das Herz genauso auf wie mir! Es gibt sogar eine kleine Leopardenpopulation, die wir leider nicht gesehen haben. Vielleicht hast du ja mehr Glück. Auf alle Fälle kannst du auf viele exotische Tiere gespannt sein!

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9. Einen Kochkurs machen

Das nationale Essen eines Landes gehört für mich genauso dazu, wenn ich ein Land mit all seinen Facetten kennenlernen möchte, wie bestimmte Orte, Traditionen, Gewohnheiten und die Menschen selbst. Und was eignet sich besser dazu, als bei einer einheimischen Familie zuhause zu kochen? Kochkurse werden in verschiedenen Städten und Dörfern Sri Lankas angeboten. Wir haben in Ella einen für ca. 15 € gemacht und u.a. gelernt, die verschiedensten Currygerichte zu kochen.

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10. Schnorcheln und mit Riesenschildkröten schwimmen

Für die einen ist es ein großer Traum, mit Delfinen zu schwimmen. Für die anderen, Meeresschildkröten aus nächster Nähe zu sehen. Ich zumindest habe mich die ganze Reise lang darauf gefreut und in Hikkaduwa war es endlich soweit! Hier halten sich die Schildkröten morgens, wenn es noch nicht so heiß ist und abends, wenn es abkühlt, am Ufer in der Nähe des Felsens auf und suchen nach Nahrung.

Natürlich kannst du auch einen Schnorchelkurs machen, zum Beispiel in Mirissa für umgerechnet ca. 15€.

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11. Wandern gehen

Selbst, wenn du kein Wanderliebhaber bist, den Lion’s Rock in Sigiriya möchte ich dir hiermit ans Herz legen.

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Wanderst du ohnehin gern, ist das Hochland genau das Richtige für dich. Ob Adam’s Peak, little Adam’s Peak, Nine Arche Bridge oder Horton Plains. Jede Wanderung und jeder Spaziergang durch die Natur Sri Lankas hat seinen eigenen Charme und ist jeden einzelnen Schritt wert! Und das Schöne daran: du wirst letztendlich immer mit atemberaubenden Ausblicken belohnt.

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12. Eine Raftingtour machen

Ein weiteres Highlight kannst du auf einem der vielen Flüsse Sri Lankas beim Wildwasserrafting erleben, z.B. auf dem Kelani River. Wir wurden von zwei freundlichen, kompetenten Jungs begleitet, die uns Anfängern eine super Einführung gegeben haben. Ich habe Rafting hier zum ersten Mal ausprobiert und freue mich schon auf meine nächste Tour.  Adrenalin pur!

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13. Ein Abendessen mit den Füßen im Sand

Was Entspannenderes, als in einem Strandrestaurant den Abend in netter Gesellschaft ausklingen zu lassen, gibt es wohl kaum. Auch wenn es noch so kitschig klingt – es ist ein magischer Moment, wenn du zwischen Fackeln im Sand, dem Meeresrauschen im Hintergrund und Chill-Out-Musik mit deinen Füßen Muster in den Sand malst und genau weißt: woanders, als hier möchtest du in diesem Augenblick nicht sein!

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14. Eine Zugfahrt durch die Berge machen

Ich liebe es, im Zug zu sitzen und vor mich hinzuschauen – einfach die Eindrücke, die an mir vorbeiziehen, auf mich wirken zu lassen. Umso schöner, wenn man (wie in Sri Lanka) mit offenen Türen fährt und dem Geschehen noch näher ist. Keine Angst, die Züge fahren nur zwischen 30 und 50 km/h!

Abgesehen von der allseits bekannten Strecke von Kandy über Nuwara Eliya nach Ella, empfehle ich dir, auch die Fahrt von Sri Lankas Hauptstadt Colombo nach Anuradhapura oder, wenn du Lust und Zeit hast, ganz in den Norden nach Jaffna mitzunehmen. Die Tickets bekommst du für nen Appel und ein Ei (1-3 €) direkt am Bahnhof. Wenn du nicht stehen oder auf deinem Gepäck sitzen möchtest, sondern dir ein bisschen Komfort wichtig ist, buche am besten ein bis zwei Tage im Voraus, denn die Fahrkarten der ersten und zweiten Klasse sind sehr begehrt und immer früh ausverkauft. Für uns war die dritte Klasse völlig in Ordnung und wir haben auch hier den zauberhaften Ausblick in vollen Zügen genossen.

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