Mexiko – vom Unterwegssein und Heimkehren

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Ich bin zurück von einer wunderbaren Reise aus Mexiko. Vier Wochen wundervoller Erlebnisse, neuer sowie alter Eindrücke, sogar ein bisschen vertrautes Umfeld bei meinen lieben Freunden aus Mexiko City, aber auch vier Wochen voller Entspannung, Zweisamkeit und Ruhe. Eigentlich lerne ich sehr gern neue Orte und Länder kennen, aber wenn ich mich an einem Platz so richtig wohlfühle, er einfach mein Herz erobert hat, dann kehre ich immer wieder dahin zurück und so war ich nun zum vierten Mal im Land der Maya.

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Und dieses Mal komme ich mit einer ganz neuen Erkenntnis nach Hause.

Mir ist natürlich klar, dass jede neue Reise in irgendeiner Weise verändert, mich etwas lehrt oder Denkanstöße gibt. Meistens ist es gerade dann, wenn ich mitten in einer Reise stecke und ich gar nicht merke, wann genau sich etwas verändert. Dann schaue ich oft zurück und denke „wann war dieser Moment?“ Kennt ihr das? Aber diesmal hatte ich wirklich nicht damit gerechnet. Zumindest nicht in der Form.

Denn es kam plötzlich der Punkt, an dem ich mich unglaublich auf zuhause gefreut habe. Auf mein kleines gemeinsames Heim mit meinem lieben Martin, auf meine Freunde, auf Spaziergänge in der Berliner Kälte (und ihr müsst wissen, ich bin hochgradig kältescheu und liebe Sonne und Wärme!), darauf, mit meiner Mutter zu telefonieren… einfach auf ganz banale Dinge.

Klingt irgendwie nicht nach mir. Denn eigentlich würde ich meine Reisen immer am liebsten verlängern und hätte nichts dagegen, wenn es direkt auf die nächste Entdeckungsreise ginge. Heimweh kenne ich eigentlich nicht. Stattdessen war mein treuester Begleiter der Post-Travel-Blues. Und das nicht zu knapp.

Diesmal nicht.
Mein Gefühl sagt mir gerade was anderes und ich nehme es einfach so hin. Ich nehme es an, wie es ist und freue mich sogar darüber.

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Aber was ist anders?

Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen. Im Prinzip bin ich mit den gleichen Erwartungen gereist, wie immer. Wir hatten eine ungefähre Route im Kopf, aber keinen festen Plan. Wir wollten es uns einfach gut gehen lassen und uns erholen. Das ein oder andere Mal haben wir unseren Plan über Bord geworfen, wenn uns danach war. Also nichts Neues.

Vielleicht war ich das erste Mal wirklich mit allem genauso zufrieden, wie es verlaufen ist. Klar gab es auch kleine Pannen, aber die haben mich nicht davon abgehalten, rundum glücklich zu sein.

Ich bin so dankbar wie nie. Für das, was ich erleben durfte. Diese beeindruckende Natur, die Schluchten, die Berge, die immer wechselnden Landschaften, das kristallblaue Meer, das kulturelle Erbe dieses Landes. Das alles hat mich so beeindruckt.

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Das federleichte, winzige Schildkrötchen, das ich gegen Ende der Reise in einer Kokosnussschale in der Hand halten und ins Meer freilassen durfte, hat dem Ganzen das I-Tüpfelchen aufgesetzt. Ein unglaubliches Naturwunder, bei dem mir fast jedes Mal wieder die Freudentränen in die Augen steigen, wenn ich nur dran denke.

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Und trotzdem hab ich dem Gefühl des Nachhausekommens entgegengefiebert.

Wegfahren und Neues entdecken ist toll und auch 2017 soll für mich ein Jahr voller bezaubernder Reisen werden. Oft gibt es mir neue Energie und Inspiration.
Aber zurückkehren ist mindestens genauso schön. Es bedeutet für mich Beständigkeit und Vertrauen. Einen festen Boden unter den Füßen zu haben. Und den möchte ich genauso wenig missen wie meine Freiheit in die Welt hinauszureisen  <3

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