Vom Fischerdorf zum hippen Reiseziel – meine Tipps für Tulum

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Tulum ist unser erstes Ziel auf unserem Roadtrip durch Mexiko. Ich kenne Tulum von einem kurzen Abstecher 2013 und freue mich, hier die ersten Tage einfach nur auszuspannen, das Gefühl vom „Ankommen“ zu spüren und vor allem: auszuschlafen und mich vom Jetlag zu erholen. Für all das eignet sich der Ort hervorragend. Es ist ein kleines Paradies. Eine kleine Küstenstadt direkt am karibischen Meer – und ich kann mir grad wirklich nichts Schöneres vorstellen!
 

Mit ein paar Tipps an der Hand nehme ich dich gerne mit auf unsere Reise nach Tulum

 
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1. Buche deine erste Unterkunft im Vorfeld

Nach unserem langen Flug haben wir weder Kraft noch Lust, planlos in der Stadt rumzutingeln, um ein freies Bett zu ergattern. Ich buche deshalb immer die erste Unterkunft vorab. Meist über booking.com oder airbnb.com. Manchmal ist es sogar günstiger, sich nur von dem Angebot auf booking.com inspirieren zu lassen und dann direkt über die Hotel- oder Hostelseite zu buchen. Wir haben uns für das Tubo Hostel Tulum entschieden und landen einen echten Volltreffer. „A well-rounded experience“ wirbt der Slogan auf der Website und trifft es auf den Punkt: im mit Palmen bepflanzten Innenhof sind die im Kreis angeordneten, etwa 2 Meter tiefen Abflussrohre das absolute Highlight: in einem dieser tubos werden wir heute Nacht schlafen. Sogar das Frühstücksbuffet, bestehend aus huevos a la mexicana (Rührei nach mexikanischer Art), Kaffee, Tee, Saft, Cornflakes, Toast und Marmelade ist im Preis von umgerechnet 16 Euro p.P. inbegriffen. Ein ganz besonderes Hostel mit Wohlfühlcharakter! Besser hätte unser erster Tag nicht starten können!
 
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2. Miete dir ein Fahrrad und erkunde die Umgebung

Räder kann man hier an fast jeder Ecke für umgerechnet 6-7 € pro Tag mieten. Denn Radfahren ist in Tulum ganz zu meiner Überraschung auch für Einheimische was Gewöhnliches. Anders, als im Rest Mexikos. Entlang der Landstraße bis zum öffentlichen Strand gibt es sogar einen Fuß- und Radweg, der allerdings nur tagsüber eine Freude ist. Er ist nämlich nicht beleuchtet und sobald es dunkel wird, sieht man seine Hand vor Augen nicht mehr. Die meisten Leihräder verfügen auch über kein Licht, deshalb mein Tipp: nimm eine Kopflampe mit, eine Taschenlampe oder benutze zumindest deine Handytaschenlampe.
 
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3. Genieße das türkisblaue karibische Meer

Mit den Rädern fahren wir vorbei an riesigen Heuschrecken, Leguanen und exotischen Vögeln und erreichen nach einer Viertelstunde den einzig öffentlichen Strand Tulums: las Palmas. Der Rest der Strände ist privat und gehört zu den zahlreichen kleinen Hotels und cabañas, die die Riviera Maya säumen.

Diese türkise Farbe ist traumhaft! Ich muss erstmal stehenbleiben, als ich das Meer vor mir sehe, und bin einen Moment lang einfach nur dankbar. Dankbar dafür, dass ich an diesem paradiesischen Ort gerade meine Füße ins karibische Meer halten darf. Es ist nicht mal das erste Mal, dass ich hier bin, aber ich freue mich des Lebens und hüpfe anschließend freudestrahlend ins kühle Nass.
 
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4. Erkunde die Mayastätte an der Karibikküste

Nicht weit vom öffentlichen Strand entfernt befindet sich eine der zahlreichen Mayastätten auf der Halbinsel Yucatán. Wir stellen unsere Fahrräder vor dem Eingang ab und sind überrascht über den günstigen Preis. Der Eintritt kostet umgerechnet nur 3 Euro. Obwohl die besten Besuchszeiten morgens und abends sind, wenn die Sonneneinstrahlung nicht so stark ist, sind wir in der Mittagszeit da und haben Glück, dass es ein wenig bewölkt ist. Es ist ziemlich voll, aber wir finden einen abgelegenen Weg, der uns ein bisschen Ruhe inmitten dieser karibischen Schönheit schenkt. Tulum gilt nicht als die beeindruckenste Stätte, ist aber mit Abstand am schönsten gelegen: der Blick in die Weite der Karibik raubt mir den Atem. Ich schaue auf die kleine Bucht vor mir und kann mir kaum vorstellen, dass dieser Ort einst eine wichtige Handelsstadt gewesen sein soll.
 
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5. Kühl dich in einer der Cenotes ab

In einer der zahlreichen Cenotes zu schwimmen, ist ein unvergessliches Erlebnis, das du auf keinen Fall verpassen solltest, wenn du in Tulum bist! Aber zuallererst:

Was ist überhaupt eine Cenote?

Die gesamte Halbinsel Yucatán ist mit einem unterirdischen Höhlensystem gelöchert. Cenotes sind Kalksteinlöcher, die sich durch Einstürzen dieser Höhlen im Laufe der Jahrhunderte gebildet haben und mit Süßwasserseen gefüllt sind.

Als die Maya die Cenotes entdeckten, ließen sie sich an diesem Ort nieder und nutzen das Unterwassersystem als Wasserquelle. Ohne diese Quelle hätten sie wahrscheinlich hier nicht überleben können, denn Flüsse gibt es in dieser Region kaum.

Heute kann man in einigen der Tausenden Cenoten baden. Die Bekanntesten rund um Tulum sind die Grand Cenote und Cenote Dos Ojos. Der Eintritt kostet jeweils 100 pesos (= 4,78 Euro) und sie sind – ähnlich wie in einem Freibad – mit Duschen, Umkleidekabinen und Schließfächern ausgestattet.
 
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6. Vergiss Tex-Mex-Fraß! Gönne dir ein paar richtige Tacos und Tamales

Essen ist ein großer Bestandteil der mexikanischen Kultur. Nicht umsonst wurde die mexikanische Küche 2010 zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Wie ich finde, vollkommen zurecht! Ich liebe das mexikanische Essen!

Wie du eine gute, lokale Taquería findest?

Meide am besten jedes Restaurant, das Tacos für mehr als 10-20 pesos pro Stück anbietet. Möchtest du mit und bei den Einheimischen essen, traue dich in eine der kleinen Imbissbuden mit Coca-Cola-Plastikstühlen. Wenn du Glück hast, kannst du sogar bei der Herstellung der Maisfladen zusehen.Wir entscheiden uns für die Taquería El Ñero. Sehr zu empfehlen! Mein persönlicher Favorit: tacos al pastor!
 
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